Gemeinde Rügge

- im Norden ganz oben

Windenergie in Rügge

Grundsätzliches


Petra Borg / pixelio.de
Wohl nur wenige landespolitische Themen der vergangenen Jahre polarisieren im Lande so stark wie die Umwandlung von Windenergie in elektrische Energie durch raumbedeutsame Windkraftanlagen. (Das Wörtchen 'raumbedeutsam' deutet an, dass es um Anlagen geht, die aufgrund ihrer Höhe einen weithin sichtbaren Einfluss auf die Umgebung ausüben.)
Im Wesentlichen unstrittig dürfte sein, dass eine Energiewende weg von fossilen Energieträgern und Kernenergie hin zu regenerativen Energien und sparsameren Umgang mit Energie auf mittlere und längere Sicht unabdingbar ist. Wie so häufig gilt für den Einzelnen aber auch hier: "Welche Belastungen bzw. Änderungen meiner Lebensumstände bin ich als Bürger bereit, dafür in Kauf zu nehmen?"
Im Spannungsfeld zwischen 'gesellschaftlichem Grundkonsens', politischem Willen zur Umsetzung, finanziellen Interessen seitens Wirtschaft und Investoren und den Interessen der mehr oder weniger direkt betroffenen Bürgern gilt es also abzuwägen.
Dass hierbei auch häufig Emotionalitäten, insbesondere bei betroffenen Bürgern, die nur wenig Einfluss auf das Geschehen haben, im Spiel sind, wird wohl niemanden verwundern.

Chronologie

Die Gemeinde Rügge hat sich jetzt zum dritten Mal mit der Problematik 'Windkraftanlagen auf Rügger Gemeindegebiet' zu beschäftigen.
In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es dazu einen ersten Vorstoß für die Errichtung nur weniger Anlagen, der damals von der Landesplanung abgelehnt wurde, da man sich auf die Errichtung größerer Windparkbereiche konzentrieren wollte.
Ein zweiter Versuch im Jahre 2010 führte zu einem von der damaligen Gemeindevertretung herbeigeführten Bürgerentscheid.
Die Frage Sind Sie dafür, dass Flächen für Windenergienutzung im Gemeindegebiet Rügge ausgewiesen und genutzt werden? wurde von über 76% der an der Abstimmung Beteiligten verneint. Das Ergebnis veranlasste die Landesplanung, den Bau von Windkraftanlagen auf Rügger Gemeindegebiet zu untersagen.
Zu Beginn des Jahres 2015 hat das Oberverwaltungsgericht Schleswig festgelegt, dass Beschlüsse von Gemeindevertretungen oder Bürgerentscheide keinen direkten Einfluss auf die Auswahl von Planungsflächen für die Windenergienutzung haben dürfen. Aus diesem Grund war die Politik gefordert, allgemein gültige Richtlinienkataloge für die Ermittlung von möglichen Windenergieflächen zu erarbeiten. Es entstanden Kriterienkataloge, auf deren Grundlage Flächen in Schleswig-Holstein zu so genannten Vorranggebieten - grundsätzlich mögliche Flächen für den Bau von raumbedeutsamen Windkraftanlagen (WKA) - wurden.
Nach Veröffentlichung der Regionalplanentwürfe im Dezember 2016 verblieben ca. 2% der Landesfläche als mögliche Standorte für Windkraftanlagen übrig.
Mittlerweile bremst die Bundesregierung die Ausbauziele, u.a. weil sie verlangt, dass der Ausbau von Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie mit den Möglichkeiten, diese Energie in die südlicheren Bundesländer abzuleiten, in Übereinstimmung gebracht werden müsse. Mit anderen Worten: Solange die erzeugte Energie nicht abgeführt werden kann, muss der Ausbau von Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie moderat erfolgen.


Aktueller Stand (September 2018)

Mittlerweile sind die von der Landesregierung überarbeiteten Regionalpläne zur Windenergie veröffentlicht. Nach diesen Plänen wird das vormalige Windenergiegebiet auf überwiegend Rügger Gemeindegebiet nicht mehr zum Ausbau der Windenergiepläne benötigt.
Bis Anfang Januar 2019 besteht noch die Möglichkeit, gegen die neuen Regionalpläne Widerspruch einzulegen.
Kurzinfos
Aktuelles
Wir für Rügge
Wie im Newsletter angekündigt, wollen wir versuchen, Hilfsangebote von Mitbürgerinnen und Mitbürgern unserer Gemeinde für diverse Tätigkeiten zum Wohle unserer Gemeinde zu koordinieren.
Interessierte können sich dazu auf dieser Seite anmelden.

Mikrozensus 2020
Zur statistischen Erhebung von gesellschaftlich relevanten Daten auch in unserer Gemeinde wird im Jahr 2020 eine Datenerhebeung in ausgewählten Familien durchgeführt. (Mikrozensus)
Details dazu finden sich hier.

TAVIAS ist online
TAVIAS ist der Veranstaltungskalender im Amt Süderbrarup. Eine große Anzahl von Anbietern stellt schon jetzt seine Veranstaltungstermine über TAVIAS ins Netz, so dass sich den Nutzern eine breite Palette von Angeboten aus sehr unterschiedlichen Bereichen bietet.
Weitere Informationen dazu finden sich hier.

Smart City im Amt Süderbrarup
Nach zwei Experten-Workshops und einem Workshop mit Bürgern des Amtes fand am 11.12. 2019 ein Bürgerforum statt, auf dem interessierte Bürger über die Ergebnisse der vorangegangenen Workshops informiert wurden aber auch weitere inhaltliche Vorschläge zur Weiterentwicklung aller Gemeinden im Amt machen konnten.
Ein paar Details zum Thema Smart City finden sich auch auf unserer Webseite hier.
Eine direkte Bürgerbeteiligung ist auf dieser Webseite möglich.

Termine
2020-01-31
Der Sparclub lädt erneut zu seinem alljährlich stattfindenden Kniffelabend ein. Keiner geht ohne einen Gewinn nach Hause. Manchmal bekommt man auch noch eine rote Laterne dazu;-)
Weitere Infos dazu hier.

2020-02-06
Der Kreis Schlewswig-Flensburg lädt ein zu einer Info-Veranstaltung über die Qualifizierung zu einer Kinder-Tagespflege-Person.
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